Änderungen der EEG-Solarstromförderung

29.06.2012 05:43 von Martin Stapel

EEG Solarstromförderung

Liebe Sonnennutzer,

am Abend des 27.06.2012 hat der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag mehrere Korrekturen am EEG-Gesetzesentwurf vom 29.03.2012 beschlossen.
Der Bundesrat hat an der zu Freitag einberufenen Sitzung die Korrekturen des Vermittlungsausschuss am EEG-Änderungsgesetz bestätigt.
In wenigen Tagen ist mit einer rechtswirksamen Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt zu rechnen. Anschließend können dann, wie von der Bundesregierung geplant, die Änderungen rückwirkend zum 01.04.2012 in Kraft treten.

Folgende Änderungen im Überblick (Angaben ohne Gewähr):

  1. Der jährliche Zubaukorridor als Richtschnur für die Vergütungsanpassung beträgt 2,5-3,5 GW.
  2. Die Degression ab Mai 2012 beträgt monatlich 1%, eine Anpassung über den Korridor erfolgt ab
    November 2012.
  3. Die neue Regelung gilt zunächst bis zum Erreichen von 52 GW installierter Leistung (Stand Mai 2012: 28 GW)
  4. Bei Dachanlagen von 1-10 kWp bleibt die Vergütung wie geplant bei 19,5 Cent pro kWh, die aber nun doch zu 100% vergütet werden.
  5. Eine neue Kategorie von 10-40 kWp erhält eine Vergütung von 18,5 Cent pro kWh.
    90% der Erträge werden vergütet, der Rest muss selbst verbraucht oder vermarktet werden.
    Bis 2014 werden für jetzt installierte Anlagen noch 100% der Erträge vergütet.
    Es gibt noch Klärungsbedarf hinsichtlich verschiedener Konstellationen zwischen
    Betreiber-Besitzer-Mieter-Energieversorger.
  6. Bei Dachanlagen von 40-1000 kW werden 90 % der Erträge mit 16,5 Cent pro kWh vergütet.
  7. Bei Freiflächen bis 10 MW werden 13,5 Cent pro kWh vergütet (100% der Erträge).
  8. Noch zu gestalten, aber erklärter Wille: Förderung für Speichersysteme.
  9. Ab 1. April 2012 gilt die technische Inbetriebnahme (nicht mehr die kaufmännische).

Eine detaillierte Zusammenfassung der einzelnen Änderungen zum EEG-Gesetz finden Sie hier.

Die aktualisierte Vergütungsübersicht können Sie hier einsehen.
Die Änderungen stehen unter Vorbehalt bis zur abschließenden rechtskräftigen Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt.

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